Schwerhöriger Abgeordneter stimmt gegen Frauenkot

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Frauenquote - Aufsichtsrat - CDU - Satire
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Gestern stimmte der Bundestag, insbesondere die schwarz-gelbe Regierung, gegen eine flexible Frauenquote, die es vorsah, ab 2018 besonders gelenkige Frauen zu beschäftigen. Martin Graf(CDU) stimmte ebenfalls gegen dieses Vorhaben. Jedoch zunächst aus anderen Gründen.
BERLIN|ndw

[dropcap]A[/dropcap]n der Debatte nahm er kaum noch teil und generell schwand sein Interesse zusehends. „Dieses moderne Gefasel“ sei für ihn schlicht nicht mehr von Belang. Als er aber den Gegenstand der gestrigen Abstimmung erfuhr, staunte er nicht schlecht. Wofür sollte er da stimmen? Er wagte kaum, es in seine Gedanken zu wickeln – [highlight color="eg. yellow, black"]Frauenkot[/hi[/highlight]Ich dachte, die Sozis seien verrückt geworden, so etwas einzureichen“, gesteht Graf mit einem verlegenen Lächeln.

Martin Graf ist 94 und Gründungsmitglied der CDU; zumindest erzählt er es. Als ihm sein auditiver Irrtum bewusst wird, beschließt er, seine Berufung aufzugeben und sich bequem zur Ruhe zu setzen. Auf die Frage hin, was er nun von dieser Frauenquote halte, antwortet er gekonnt diplomatisch:

Wir kennen positive Beispiele für solches Vorhaben. Als die EU im vergangenen Jahr für eine höhere Frauenquote warb, um den Haushalt aufzupolieren, war es ein voller Erfolg – das Haus glänzte danach so gut, wie noch nie. Was aber Positionen in Aufsichtsräten oder sonstigem Gewerbe anbelangt, sollen doch, wie üblich, Beziehungen entscheiden. Quote ist niemals gerecht. Sie nützt ausschließlich dem Arbeitgeber, der Frauen für die gleiche Arbeit geringer entlohnt als ihre männlichen Pendants.

Das Bild ist ein Erinnerungsfoto, das Graf am letzten Arbeitstag schoss. Es sollte ein Gruppenbild werden, doch die Kollegen hatten sich bereits verabschiedet. Graf hatte es nur nicht gehört.

fed; Artikelbild: ©  GFDL

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