SCHULTERBLICK ♫podcast (46) – Claudia Roth, betrunkene Eltern und der unaufgeräumte EU-Haushalt

Von am 17. November, 2012
SCHULTERBLICK  goes Ohr!
Der satirische Wochenrückblick genügt jetzt auch bequemen Gemütern und liest vor.

In der 46. Kalenderwoche sieht Claudia Grün roth, während betrunkene Waffenhändler den Friedensnobelpreis erhalten.

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- Sie hören den wöchentlichen Podcast auf nicht-die-welt[punkt]de. Meine Name hat zwei Wörter und DAS sind unsere Themen: Claudia Roth bewirbt sich als Haushälterin in Brüssel, während sich ganz Europa zu Frieden verpflichtet.

AMSTERDAM - Zunächst eine Meldung zum Sport: Am vergangenen Mittwoch spielte Deutschland gegen die Niederlande null zu null.
Bereits im Oktober berichteten wir über die Gründe für die unentschiedene Partie gegen die Schweden. Das und der aktuelle Gleichstand manifestiert folgende These:
Mit dem Erhalten der Friedensnobelpreises verpflichten sich nämlich sämtliche EU-Staaten dazu,  auf Siege jeglicher Art zu verzichten.
Das nächstjährige Spiel gegen das diktatorische Kasachstan, das nicht zur Europäischen Union gehört, darf allerdings gewonnen werden.
War es das wert?

ARBEITSPLATZ - Eltern dürfen aufatmen. Richter des Bundesgerichtshofs entschieden, jene für potentielle Tauschbörsengeschäfte ihrer Zöglinge nicht mehr haftbar zu machen.
Mehr noch:  Ab sofort würden die Kleinen belangt, sollten sich ihre Eltern im Internet zu Untaten hinreißen lassen.
Die Entscheidung dafür sei rein pragmatischer Natur.”Vertreter der jüngeren Generation kennen sich im informationstechnischen Sektor einfach besser aus“. Das verkündete ein älterer Richter mit Hut.

BERLIN - Claudia Roth gibt Trittin und Göring-Eckhard grünes Licht.
Nach der verlorenen Urwahl teilte sie allen Beteiligten mit, die Entscheidung der Basis nachvollziehen zu können. Besonders weitsichtig sei die Kalkulation ihrer Kollegen gewesen, sie mit der zeitintensiven Kanzlerkandidatur nicht zu behelligen. So könne sie sich voll und ganz auf ihre Frisur konzentrieren.
Ihre Kollegen begrüßen im Gegenzug ihren Entschluss über den Verbleib in der Partei. Schließlich sei Claudia die Einzige, die stets Deo dabei habe.

GLEICHAMBERG - Fairness war gestern. Klaus H. aus Thüringen verliere vorsätzlich bei Trinkspielen, monieren seine Arbeitskollegen und Vorgesetzte.
In jeder Betriebspause, in der traditionell kleine Wettbewerbe ausgetragen werden, muss der Verlierer ein alkoholisches Getränk zu sich nehmen. Monatelang erfreuten sich sämtliche Mitarbeiter der Waffenfabrik an diesem lockeren Intermezzo, bis schließlich auffiel, dass Klaus H. seinen eigenen Erfolg bewusst boykottiere.
Auf Beschluss der Geschäftsleitung muss der passionierte Raucher seine Pausen von nun an zwar angetrunken, jedoch allein im Gebäude verbringen.

BRÜSSEL - “Das bisschen Haushalt macht sich von allein´, sagt mein Mann“. Dieses Lied trügt, meint das überwiegend männliche EU-Kommissariat und einigt sich auf die Frauenquote.
Eine Besetzung der europäischen Führungsetage mit weiblichen Denkern bliebe nicht ohne Folgen:
So würde beispielsweise das Budget neu verhandelt, wobei insbesondere Kätzchen-reiche Staaten begünstigt würden.

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fed; Foto: © karenNeoh, CC BY 2.0, Sounds: mansardian, CC BY 3.0, noiseCollector, CC BY 3.0

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