Frauenknast: Gefangene sauer, weil alle das gleiche anhaben

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Frauenknast - Kleidung - Mord - Waffen - Satire
Gefängnis - Kleidung - Frauen - Satire
Verdeckt peinliche Kleidung hinter Schild: Melanie

Schöne Unterwäsche ist untersagt und auch das Lackieren von Fingernägeln ist absolutes Tabu für die Schwerverbrecherin. Melanie Gibson, eine besonders weibliche Gefangene, sitzt ihre Haftstrafe wegen unerlaubten Mordes ab.
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[dropcap]E[/dropcap]ntwürdigender kann eine Strafe nicht sein: weibliche US-Häftlinge tragen alle die gleiche Kleidung. „Als man mir am ersten Tag die Maße abnahm, dachte ich an einen schönen Bikini, bekommen habe ich aber diesen gestreiften H&M-Kram„, beschwert sich Melanie bei der Presse und präsentiert ihre Kleidung, gespielt wie auf einem Laufsteg, um wenigstens etwas Abwechslung in den Gefängnisalltag zu bringen.

Schon bald löst leises Schluchzen ihr Lachen ab, und sie sinkt in Gedanken zu Boden. Das Leben eines Häftlings ist voller Widersprüche und folgt dennoch einer festen Struktur: „Diese Gleichmacherei – und ich meine nicht nur die Kleidung – bringt mich noch um. Manchmal glaube ich, ich hätte nicht abdrücken sollen.“

Hätte hätte liegt im Bette„, kommentiert der Gefängnisdirektor und zieht kräftig an seiner Zigarre. „Frauen kämpfen doch ständig um Gleichbehandlung – hier haben sie sie!“ Dabei kennt er die Verlockung des Waffengebrauchs und die Ambivalenz des amerikanischen Rechts wie kein anderer. Er selbst ist bei guter Führung verpflichtet, Revolver und Energieriegel an seine Gefangenen auszuteilen.

faviconfed; Artikelbild: © Henry__Spencer, CC BY 2.0

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