Nach Protesten gegen Homo-Ehe: Frankreich führt getrennte Fußwege ein

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Frankreich - Homo-Ehe - Protest - Satire
Eindeutige Trennung von Fußwegen
Mutter, Mutter, Kind: Frankreichs neue Straßen

Trotz der im französischen Parlament friedlichen Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe werden Proteste immer lauter. Tausende Demonstranten werfen Steine, Dildos und Feuerwerkskörper, die in Regenbogenfarben explodieren.
PARIS|ndw

[dropcap]W[/dropcap]elch zynische Symbolik“, kommentiert Marcel Pimélibe, wenn er die Aktionen der Protestbewegung bewertet. Bereits seit Wochen demonstrieren zahlreiche Gegner der Homo-Ehe auf den Straßen Frankreichs und werfen nicht nur mit Gegenständen, sondern auch gut aussehenden Beamten in Uniform subtile Parteilichkeit vor.

Selten sah sich die französische Regierung einer vergleichbaren Zwiespältigkeit ausgesetzt: einerseits müsse man die innerpolitische Ordnung wahren, andererseits aber auch den Interessen von Homosexuellen genügen, um Missverständnissen vorzubeugen. „Stellen Sie sich nur die Situation vor – da heiraten zwei Menschen und stellen plötzlich fest, sie sind ja homosexuell! Ohne den aktuellen Beschluss müssten sich die Unglücksraben wieder scheiden lassen, dank uns können sie aber legal verheiratet bleiben“, erklärt Pimélibe.

Leider genügen diese Ausführungen nicht, um auch den Rest der Bevölkerung zu überzeugen, weshalb man zu weiteren Maßnahmen greift. Natürlich wolle man die gefällte Entscheidung nicht widerrufen, erkläre sich jedoch bereit, gesonderte Wege und Straßen für die neu gewonnenen „Aussenseiter“ bereitzustellen. „So hat jederIn seinen/ihren Platz und wir können endlich alle in Frieden coexistieren“, triumphiert der gesandte Vertreter.

fed; Artikelbild: © zigazou76, CC BY 2.0, NichtDieWelt

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