Ungerecht: Dänin wiederholt Auftritt und gewinnt den Eurovision Song Contest

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ESC - Eurovision Song Contest - Unfair
ESC - Unfair - Emmelie - Dänemark - Satire
Singt zweiten Auftritt durch die Nase: Emmelie

Das Finale des Eurovision Song Contest (ESC) endet 2013 mit einem deutlichen Sieg für die Dänin und ihr Lied über Tränen. ‚Kaum verwunderlich‚, glauben Beobachter – denn Emmelie darf im Gegensatz zu den anderen Teilnehmern zwei Mal singen.
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[dropcap]W[/dropcap]ird es die ukrainische Zlata, Farid Mammadov aus Aserbaidschan oder doch die eine da mit dem Dings aus Norwegen? Europa hält den Atem an. Die Spannungskurve gleicht der Staatsverschuldung sämtlicher Teilnehmerländer und steigt kontinuierlich, bis der Co-Moderator der selbstsicheren Dänin einen zweiten Auftritt anbietet: „Die Frage, ob sie ihr Lied ‚Only Teardrops‘ noch mal singen möchte, erübrigte sich sowieso„, schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung und bestätigt damit die Selbstverständlichkeit der ungleichen Behandlung.

Es gibt Tage, da läuft einfach alles gegen dich„, bemerkt Natalie Horler, die für Deutschland ins Rennen geht. Sie sieht die Schuld für das Scheitern nicht nur im Versprecher von Lena Meyer-Landrut, sondern auch bei allen anderen: „Hätte ich ein zweites Mal auftreten dürfen, hätte ich durch die doppelte Präsenz sicherlich auch gewonnen„, analysiert die enttäuschte Cascada-Frontfrau.

Emmelie de Forest will davon nichts wissen. Sie ist zufrieden mit der eigenen Leistung und ihrem Stammbaum. Für die gebürtige Urenkelin von Königin Viktoria ist eine privilegierte Teilnahme an Wettbewerben ohnehin kein Novum. Erst kürzlich gewann sie in ihrer Heimat den alljährlichen Emmelie-de-Forest-Contest, der mit umgerechnet 1,7 Mio Euro dotiert ist.

Doch dieses Mal ist ein Mal zu viel, meinen internationale Kritiker und verweisen auf einen „klaren Zusammenhang“ zwischen begünstigten Auftritten und Siegen beim ESC. Und tatsächlich – jeder, der wiederholt singen durfte, gewann auch bisher den begehrten Grand Prix.

faviconfed; Artikelbild: © Comrade Foot, CC BY-SA 2.0

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