EU plant Privatisierung öffentlicher Toiletten

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Privatisierung - EU - Wasser - Toilette
Öffentliche Toilette privatisiert
Nicht zu sehen: Mensch beim Kacken

Nach der mittlerweile relativierten, jedoch umstrittenen Entscheidung, das Wasser zu privatisieren, zielt man nun auf die öffentlichen Toiletten. Über mögliche Nutznießer lässt sich dabei lediglich mutmaßen.
BRÜSSEL|ndw

[dropcap]U[/dropcap]rinieren gilt in der westlichen Wertegemeinschaft als unangefochtenes Grundrecht. Zumindest war das noch bis heute Morgen der Fall, bevor der EU-Komissar Michel Barnier beschloss, die öffentlichen Toiletten zur Privatisierung zu öffnen.

Nichts, das sich zu haben lohnt, sollte kostenlos oder erschwinglich bleiben, argumentiert man in Brüssel. Diese Schlussfolgerung lässt eine erhebliche Preissteigerung der öffentlichen Notdurft vermuten, sollte die Entstaatlichung tatsächlich gelingen. Dabei konkurriert ein großer Haufen Investoren um die beliebten Erleichterungshäuser. Werde man bis zum Ende der Woche nicht zu einer Einigung kommen, soll die beeindruckendste Stuhlprobe über den Käufer entscheiden, heißt es aus interner Quelle.

Zusätzlich warnen Kritiker vor fehlenden Geldern für Binnenprojekte. So ist erst kürzlich bekannt geworden, dass die Einnahmen aus öffentlichen Toilettengängen, zumindest in Deutschland, ausschließlich zur Restfinanzierung der GEZ eingesetzt wurden. Das Fehlen dieses beträchtlichen Anteils kann möglicherweise eine erneute Reformierung der Beiträge bedeuten. Um den Konsumenten jedoch finanziell zu entlasten, sucht man wieder nach einer Lösung, die das Rundfunk-Programm auch thematisch repräsentiert. Man fürchtet jedoch, keine bezeichnendere Einnahmequelle als die der Toilette dafür finden zu können.

fed; Artikelbild: ©  donjd2, CC BY 2.0

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