Der Handel mit dem Wetter: EU will Regen privatisieren

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Regen - Schlechtes Wetter - Schuld - Satire
Regen - Schlechtes - Wetter - Privatisierung - Satire
Man sieht den Wald vor lauter Regen nicht

Seit Tagen ergießt sich der Himmel über Europa und suggeriert eine unerschöpfliche nasse Quelle. Manche sehen darin Gottes Vorsehung, andere ein Milliardengeschäft. Ein Geschäft mit einem notwendigen Gut für Depressive und Pfützenliebhaber – dem Regen.
BRÜSSEL|ndw

[dropcap]S[/dropcap]ag´mal, Mama, wie ist eigentlich diese Sonne?“, fragt ein zwei Wochen altes Kind seine Mutter, die verstohlen zu Boden blickt. Wie soll sie diese Frage auch beantworten, ohne in Tränen auszubrechen? Gute Miene zum bösen Spiel – das kennt sie bereits von ihrer Arbeit als Gottschalk-Double. So schluckt sie ihren Verdruss einfach runter und gibt dem neugierigen Sprössling die vor Erregung bebende Brust.

Doch nicht jeder ist unzufrieden mit der anhaltenden Wetterlage. Während sich TV-Meteorologen an weniger Text und somit dem morgentlichen Ausschlafen erfreuen, berichtet Forbes bereits von ersten Gummistiefel-Milliardären.

Warum auch nicht? Dort, wo der Regen herkommt, gibt es sicher noch mehr„, argumentiert der neu bestimmte Wetterminister und baldige Sportwagenbesitzer Olaf Kahl. „Entweder, wir lassen ihn in der Erde versickern, sodass niemand etwas davon hat, oder wir – die gesamte EU – verkaufen ihn an private Investoren und fahren Gewinne ein.“ Dabei legitimiert er sein Vorhaben wie folgt: „Es ist ja nicht so, als würden wir irgendwem etwas wegnehmen. Denn noch gehört der Regen ja niemandem.

Satire - Online - Nachrichten - Magazinfed; Artikelbild: © *suika *CC BY 2.0

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