Kritik unberechtigt: Zufriedenheit der EU-Vertreter legitimiert Friedensnobelpreis

Von am 11. Dezember, 2012

Einen Zufriedensnobelpreis hätten sie alle sicher – Vertreter der Europäischen Union nahmen gestern in Oslo den umstrittenen Friedensnobelpreis entgegen.

OSLO/NORWEGEN ndw – “Geschenkt ist geschenkt – wiederholen ist gestohlen” glossiert eine altgermanische Weisheit.
Das finden auch die stolzen Repräsentanten und Repräsentonkel¹ des europäischen Volkes und nehmen gierig den Friedensnobelpreis entgegen, während sie mit der anderen Hand Griechenland und Spanien auf der Karte verdecken.

Allerdings schweigen die Kritiker nicht und verlangen Erklärungen jener, nach ihrer Meinung, ungerechtfertigten Preisverleihung.
Wir waren vor Ort und luden den Präsidenten des Europäischen Parlaments Martin Schulz zum klärenden² Interview:

NDW: Herr Schluz, man schätzt Sie insbesondere wegen ihrer Brille. Was haben Sie den Kri..

SCHULZ: (unterbricht) Es heißt Schulz.

NDW: Entschludigen Sie. Also, Herr Schulz. Zahlreiche Leser etablierter Online-Zeitungen verweisen beispielsweise auf die Weigerung der EU, Flüchtlinge aus Krisengebieten, die unter anderem – so heißt es – von Mitgliedern der EU selbst subventioniert würden, aufzunehmen. Was haben Sie dieser, zugegeben infamen Behauptung, entgegen zu setzen?

SCHULZ: Wissen Sie, Herr Federmann.. Ich blicke bereits auf eine monatelange Erfahrung als Parlaments-Vorsitzender zurück. Und ich sage Ihnen eines: in dieser Zeit hat die Europäische Union – und insbesondere Deutschland, das Land, wo ich immer Urlaub mache – keinen einzigen Weltkrieg geführt. Ohne die friedfertigen Mechanismen der EU würden Sie hier vermutlich einen Herrn Hitler und keinen Herrn Schulz interviewen müssen.

NDW: A propos, Herr Schulz. Wie ist ein Friedensnobelpreis eigentlich mit dem Umstand vereinbar, dass sich EU-Staaten an Kriegen beteiligen?

SCHULZ: Jetzt werden Sie aber polemisch. Warum sollten wir denn eine Partizipation an etwas so großartigem wie “Kriegen” ausschlagen? Speziell jetzt, zur Weihnachtszeit, gibt es kaum etwas schöneres als das Kriegen von Geschenken.
(beugt sich vor) Und Sie sind doch nicht gegen Weihnachten, oder, Herr Federmann?

NDW: Vielen Dank für Ihre Zeit.

Martin Schulz ist Diplomat – er geizt nicht mit Worten. Ich aber gehe als Friedensnobelpreisträger aus dem Interview. Will ich das überhaupt? Ich habe schon Mühe damit, Papst zu sein..

  fed; Foto: © Utenriksdept, CC BY-ND 2.0

¹ Neue verbindliche Richtlinie bezüglich Gender Correctness
² Interview muss nicht zwingend stattgefunden haben
 

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