Endlich: Bundesregierung erlaubt Ehe zwischen Westmann und Ostfrau

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Berlin (dw) – Darauf haben Millionen Paare schon lange gewartet! Wie Kanzleramtssprecher Steffen Seibert am Dienstag mitteilte, hat der Bundestag zum 27-jährigen Jubiläum der Deutschen Einheit für die Eheschließung zwischen einem aus den westlichen Bundesländern stammenden Mann und einer sogenannten Ostfrau gestimmt. Solche Mischehen dürfen laut Seibert nun bereits ab dem 1. November dieses Jahres geschlossen werden.

Natürlich gelte das Recht auch für einen aus dem Osten stammender Mann, der eine Wessi-Frau heiraten möchte, so Seibert weiter.
Betroffene Paare sind begeistern: „Endlich sind wir nach 27 Jahren auch menschlich in der Wiedervereinigung angekommen!“, freut sich Ingrid Krechel, die ihren Ronny nach knapp 20 Jahren Beziehung nun auch zum Altar bitten darf. Zwar habe das Paar wegen der plötzlichen Nachfrage erst im Dezember 2018 einen Standesamt-Termin ergattern können, dies trübe die Vorfreude aber nicht. Wer 20 Jahre warten kann, dem machen weitere 14 Monate und 21 Tage nichts mehr aus, so die 47-Jährige.

Für Bundeskanzlerin Angela Merkel sei die Ost-West-Eheschließung ein besonderes Anliegen gewesen, sagt sie gegenüber der Weltpresse. Sie selbst habe sich schon mehrfach vorgestellt, wie es wohl wäre, mit einem Westmann zu flirten. Nun ist es nach mehrjährigen Verhandlungen endlich möglich geworden.

Einen experimentellen Charakter hat die neuartige Ost-West-Eheschließung aber dennoch. Man wisse noch nicht genau, ob die Ehe zwischen Ost- und West-Menschen einwandfrei funktionieren kann, so die Kanzlerin. Sollte es allerdings ohne Komplikationen anlaufen, werden die Mischpaare nach einer 4-jährigen Bewährungszeit offiziell auch Kinder bekommen dürfen.

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