Ecuador: Kinderarbeitslosigkeit so hoch wie noch nie

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QUITO, BERLIN (dwp) – 24 Prozent der Kinder in Ecuador sind ohne Job. Und das trotz des Aufschwungs in der Tourismusbranche. Die Bundesregierung rät nun zu arbeitserhaltenden Maßnahmen.
Schlechte Nachrichten kommen dieses Mal aus Südamerika. Die Beschäftigungssituation für Kinder und Heranwachsende hat sich in den vergangenen Jahren dramatisch verschlechtert. Besonders betroffen sind Arbeitslose bis einschließlich sieben Jahre.

Zu der noch schlecht entwickelten Muskulatur komme erschwerend hinzu, dass Kinder durch ihren unnützen Spieltrieb organisatorische Probleme bereiten, meint Carolina Diaz, die Personalchefin eines Goldsucherbetriebs. Tausende US-Dollar seien ihr allein dieses Jahr schon wegen der mangelhaften Disziplin von Kleinkindern „durch die Lappen gegangen“.
Die missliche Lage verwundert, denn in den letzten Jahren entwickelte sich auch der Tourismus zu einem der wichtigsten Wirtschaftszweige von Ecuador. Laut des Internationalen Tourismus Fonds (ITF) biete die positive Entwicklung zahlreiche Möglichkeiten für Nebenverdienste, zum Beispiel durch Schuheputzen oder Betteln. „Die Eltern haben es selbst in der Hand„, konstatiert Gordon Quinn, der Leiter der südamerikanischen Zweigstelle. „Sie könnten neben den bereits genannten Vorschlägen auch einfach nur Geld dafür verlangen, dass man ihren Kindern bei der Arbeit zusieht. Eine Win-Win-Situation, sozusagen„, so Quinn, denn Kinder in Bergstollen seien in der westlichen Welt eine Rarität und ein Foto davon jeden Cent wert. Den Vorschlag der Bundeskanzlerin Angela Merkel, in Südamerika Jobs auf 400-Dollar-Basis einzuführen, lehnt er jedoch ab.

Satire - Online - Nachrichten - Magazinfed; Artikelbild: © Maurizio Costanzo – mavik2007, CC BY 2.0

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