Dopingskandal überschattet Schach-WM

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CHENNAI · Das, was der 22-jährige Magnus Carlsen am Schachbrett leistet, sei ohne Hilfsmittel nicht möglich, behauptet jeder, der schon einmal gegen das junge Talent verlor. Der Norweger selbst, der Anfang November gegen den amtierenden Weltmeister, den Inder Viswanathan Anand, antreten wird, zweifelt jedoch an den gegen ihn gerichteten Dopingvorwürfen.

Magnus Carlson ist schnell und nach Garri Kasparow (50) der jüngste Herausforderer bei einer Schach-WM, und genau das scheint ihm jetzt zum Verhängnis zu werden. Denn unmittelbar vor seinem bisherigen Karriere-Peak verdichten sich die Gerüchte, der 22-Jährige bediene sich illegaler Substanzen, um sein Spiel zu verbessern. „Seine Hände fliegen wie die eines Teenagers mit unnatürlicher Leichtigkeit über das Brett“, bemerkt sein 76-jähriger Vereinskollege Jakob Hakonsen. „Weder ich noch andere Spieler aus meiner ehrlichen Generation haben bei uns so etwas beobachtet. Außerdem muss er so gut wie nie auf´s Klo und ist noch nie überm Brett eingeschlafen. Dass daran etwas faul ist, kann Ihnen ein Blinder mit Krückstock bestätigen, der allerdings heute nicht da ist.“

Und tatsächlich – die Erfolgsbilanz des Norwegers allein im vergangenen Jahr lässt aufhorchen: 472 Siege, davon 12 durch K.0. und nur 3 Niederlagen tragen ihren Teil zu den Dopingvorwürfen bei. Hinzu kommen noch Vermutungen seines zukünftigen WM-Rivalen: „Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, dass Magnus gedopt hat, aber ich schließe es natürlich nicht aus. Und ich bin Schachweltmeister und somit sehr schlau.“
Magnus Carlsen wird in gut einer Woche trotz der getrübten Stimmung gegen den aktuellen Titelverteidiger Anand antreten. Um die gegen ihn erhobenen Vorwürfe im Keim zu ersticken, wolle Carlsen während des Wettbewerbs aus Sicherheitsgründen immer nur dann den Raum verlassen, wenn sein Arzt dabei ist.

Satire - Online - Nachrichten - Magazinfed; Artikelbild: © Pics Frans Peeters, CC BY-SA 2.0 | Hinweis: Das Satiremagazin [highlight color="eg. yellow, black"]sueddeutsche.de[/hi[/highlight] href="http://www.sueddeutsche.de/sport/doping-im-schach-die-gespritzte-figur-1.473816">hatte eine ähnliche Idee 

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