WM-Qualifikation: Unentschieden zwischen Deutschland und Schweden war geplant

Von am 17. Oktober, 2012

Das gestrige WM-Qualifikationsspiel zwischen Deutschland und Schweden musste aufgrund neuer EU-Richtlinien 4:4 ausgehen

BERLIN ndw – Es ist nicht lange her, dass es dem Fußball-Fan innerhalb der Europäischen Union noch möglich war, mit seiner Nationalmannschaft dem Sieg entgegen zu fiebern. Der umstrittene Friedensnobelpreis für die EU hat diesem spannenden Ereignis jedoch ein Ende gesetzt.
Als Auflage für den Erhalt dessen verpflichtete sich die Union, in Zukunft auf Siege jeglicher Art zu verzichten, was auch den sportlichen Wettbewerb mit einschließt.

Die Entscheidung aus Brüssel ist wahrlich nicht folgenlos. Schiedsrichter in betroffenen Länderspielen sind einem enormen Mehraufwand ausgesetzt, da sie nunmehr in der Lage sein müssen, ausschlagende Tendenzen, wie eine 4:0-Führung unauffällig zu korrigieren, weshalb die Griechen unter ihnen in Zukunft vermutlich vorzeitig berentet werden.
Ferner geraten auch die Spieler, mit einer ungewohnten Situation konfrontiert, in Erklärungsnot:

Interview Philipp Lahm

NDW: Herr Lahm, man schätzt Sie wegen Ihrer Geschwindigkeit. Wie erklären Sie sich die vier Gegentore?

LAHM: Naja, das ist relativ einfach. Erst kam das erste Gegentor, dann das zweite, danach das fünfte. Nein, Moment – das dritte, so! Und dann das vierte.

NDW: Meinen Sie, dass das Spiel nach den ersten vier Toren bei Ihren Mannschaftskameraden bereits als gewonnen galt?

Zuschauer-Prognose: kalt

Zuschauer-Prognose: kalt

LAHM: Schwer zu sagen. Das trifft zwar nicht nur auf Schweden als Gegner zu, aber wenn man vier Gegentore gegen Schweden kassiert hat, dann bedeutet das, dass die Schweden mindestens vier Mal getroffen haben müssen. Klingt kompliziert, kann aber von einem erfahrenen Fußballer wie mir schnell kalkuliert werden.

NDW: Glauben Sie, dass jetzt die alten kritischen Diskussionen wieder aufkommen werden?

LAHM: Ganz klar nein – wenn man als Spitzenmannschaft vier Gegentore rein gekriegt hat, hat der Gegner nämlich vier Tore geschossen. Daran erkennt man, dass sich an der Situation der Spitzenmannschaft nichts geändert hat. Der Gegner hat ja geschossen.

NDW: Klingt plausibel. Was glauben Sie, muss jetzt innerhalb der Mannschaft geschehen, um diesen bitteren Umstand aufzuarbeiten?

LAHM: Ich werde heute noch zu den Spielern sprechen und ihnen erklären, wie es zu den vier Gegentoren gekommen ist. Zuerst kam das erste, dann das zweite und direkt danach das drit..

NDW: (unterbricht) Vielen Dank für das Interview, Herr Lahm.

LAHM: ..te und irgendwann auch das vierte. Bitte sehr.

Zukunftsaussichten

Experten gehen trotz allgemeiner Verwunderung nicht davon aus, dass der Fußball innerhalb der EU unter der friedvollen Umstellung leiden müsse. Denn auch im Rahmen der Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Brasilien 2014 trift man auf genügend Staaten, die aufgrund ihrer kriegerischen Attitüde niemals zu der Europäischen Gemeinschaft gehören werden und somit besiegt werden dürfen.
So freuen sich die deutschen Fans bereits jetzt auf die Partie gegen das diktatorische Kasachstan im März nächsten Jahres.
Das am 14. November stattfindende Länderspiel gegen die Niederlande wird allerdings unentschieden ausgehen, da beide Staaten zur EU gehören.

Auch der Internationale Fußballverband FIFA begrüßte diese Entscheidung aus der belgischen Zentrale: Der prädestinierte Gleichstand einer jeden EU-internen Begegnung wird den meisten Spielern vermutlich viele Kopfschmerzen ersparen, da sie nicht mehr mitzählen müssen, äußerte sich Sepp Blatter, der Vorsitzende des Verbandes gegenüber NichtDieWelt zuversichtlich.

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  fed; Foto oben: © publicDomain | Foto rechts: alexanderHüsing, CC BY 2.0 

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