Deutsche können amerikanische Aufregung über Wetter nicht nachvollziehen

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HAMBURG · Anhaltender Sonnenschein, zwölf Grad plus – Für Januar, einen Wintermonat, sei das Wetter außergewöhnlich mild, meinen die Deutschen. Die Amerikaner sehen das anders und sprechen seit Tagen von „klirrender Kälte“. Nun wolle man die Beschwerden der US-Freunde hierzulande nicht länger hinnehmen.

„Klirrende Kälte“, gestrichene Flüge, geschlossene Schulen – Auf die US-amerikanischen Wetterklagen der vergangenen Tage reagieren die Deutschen angesichts der Plusgrade mit Unverständnis. „Die Amerikaner brauchen immer eine Extrawurst“, meint Georg Hübner, ein Physiklehrer aus der Hamburger Vorstadt. Als Naturwissenschaftler könne Hübner genau belegen, dass zwölf Grad über Null und die Bezeichnung „klirrender Kälte“ sich widersprechen. Mit seiner Meinung steht der gebürtige Lehrer nicht alleine da.
Laut einer Umfrage des Hamburger Meteorologieinstituts halten 87 Prozent der Bundesbürger die „amerikanische Panikmache“ für übertrieben. Über dreißig Prozent sehen darin sogar einen bewussten Versuch, sich „wichtig zu machen“.

Wie auch immer der Streit um die unterschiedliche Wetterwahrnehmung ausgehen sollte, fest steht nur Eines: Über Geschmack lässt sich nicht streiten. Und, dass US-Amerikaner und Deutsche in ihren Vorlieben abweichen, belegen das Essen, die Zeitdifferenz, aber auch die unterschiedlichen Sprachen.

Satire - Online - Nachrichten - Magazinfed; Artikelbild: michael pollak, CC-BY 2.0

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