Chang’e-3: Chinesische Sonde bringt Sack Reis auf den Mond

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PEKING · Am vergangenen Wochenende gelingt den Chinesen als drittes Land nach der Sowjetunion und den USA eine kontrollierte Mondlandung. Eine Computersimulation zeigt in Echtzeit die aufsetzende Sonde. Eine weitere Simulation den Jubel im Pekinger Kontrollzentrum nach der erfolgreichen Landung. Hauptziel dieser Mission sei laut Raumfahrtbehörde CNSA „das Aussetzen eines Reissacks unter erschwerten Bedingungen“.

Auch wenn es nicht die erste Mondlandung ist, ist der Erfolg der Chinesen durchaus ein Grund zum Feiern. Denn es ist die erste Landung seit 37 Jahren.
Das unbemannte Projektziel ist klar umrissen: Die „Chang`e-3“, die nach der Mondfee benannt ist, wird einen Sack Reis auf dem Mond aussetzen. Dieser soll in der gesamten dreimonatigen Forschungsphase möglichst nicht umfallen. Chinesische Experten rechnen, nicht zuletzt aufgrund der geringen lunaren Gravitation, gute Chancen aus.

Der weiße Sack aus verstärkter Weltraumbaumwolle sei laut offizieller Mitteilung von besonders kräftigen Kindern besonders engmaschig geknüpft worden. Er verfüge über eine konische, nach unten hin breiter werdende Form und sei, wie die Abbildung zeige, mit vier imprägnierten Aluminiumdrähten  am Außenrumpf der Sonde befestigt. Sollte der automatische sogenannte Sacksturz nicht funktionieren, wolle man einen Mondrover absetzen, der das Forschungsobjekt ordnungsgemäß von der Sonde ablösen soll.
In Zukunft seien laut CNSA auch bemannte Mondmissionen geplant. In etwa zehn Jahren wolle man eigene Astronauten auf den Erdtrabanten entsenden, um im Rahmen der laufenden Testreihe einen weiteren Sack Reis auf der Mondoberfläche zu platzieren. Wie der zukünftige Reissack dann aber genau beschaffen sein wird, wisse man heute noch nicht, rechne jedoch mit gewaltigen Fortschritten. Denn auch auf diesem Gebiet schreite die Technologie „mit riesigen Drachenschritten“ voran, so der Vorsitzende der chinesischen Wissenschaftlervereinigung gegenüber der Weltpresse.

Satire - Online - Nachrichten - Magazinfed; Artikelbild: Screenshot, Youtube | Montage: Die Weltpresse

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