Bundesvedienstkreuz für NSA, weil sie Deutsche seit Jahren vor Terror schützt

Das wurde aber auch Zeit: Am Mittwoch ist der Chef der National Security Agency von Bundespräsident Joachim Gauck mit einer Sonderstufe des Großkreuzes geehrt worden. Den 90mm-breiten Orden bekam Michael S. Rogers stellvertretend für alle NSA-Direktoren der vergangenen Jahre für kostenlose alltägliche Überwachungsdienstleistungen auf dem gesamten Bundesgebiet.

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Berlin (dw) – Das wurde aber auch Zeit: Am Mittwoch ist der Chef der National Security Agency von Bundespräsident Joachim Gauck mit einer Sonderstufe des Großkreuzes geehrt worden. Den 90mm-breiten Orden bekam Michael S. Rogers stellvertretend für alle NSA-Direktoren der vergangenen Jahre für kostenlose alltägliche Überwachungsdienstleistungen auf dem gesamten Bundesgebiet.

Rogers, dessen Agentur im Ausland liegt und deswegen vom auswärtigen Amt zum Verdienstkreuz vorgeschlagen wurde, zeigt sich geehrt, aber auch zurückhaltend. Er wollte, wie auch schon sein Vorgänger General Keith Alexander die selbstlosen Überwachungsmaßnahmen der NSA aus Bescheidenheit nie an die große Glocke hängen. Erst als die verdienstvolle Arbeite durch den Ex-Mitarbeiter Edward Snowden bekannt gemacht wurde, musste man die zahlreichen Ergebnisse geschmeichelt zugeben. “Das ist schon ok so. Sonst hätte ich den Orden ja auch nie kriegen können”, scherzt der 56-Jährige.

Seit Jahren überprüft die NSA auch an Wochenenden deutsche Telefonate und den elektronischen Schriftverkehr, um Bundesbürger vor terroristischen Gefahren zu schützen. Allein zwischen 2013 und 2016 will die US-Behörde auf diese Weise bereits etwa 42.700 Anschläge auf deutschem Boden verhindert haben. Wie kürzlich bekannt wurde, werden seit mindestens 2005 auch Daten der Überwachungskameras an deutschen Flughäfen von dem US-Dienstleister auf Gefahren geprüft.

Selbst nach der Ehrung will Rogers mit seiner NSA die Arbeit auf dem Bundesgebiet keinesfalls niederlegen. Es sei eine heilige Pflicht – so Rogers – anderen Ländern zu helfen, wenn ihre eigenen Mittel zum vollumfassenden Schutz nicht ausreichen.

fed; Bild [M]: Agência BrasilCC BY 3.0 BR

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