Bundesregierung fordert Arme auf, nicht mehr arm zu sein

Die Weltpresse, in Politik

Berlin (dwp) – Deutsche Statistiken zu Armut müssen deutlich freundlicher werden, fordert die Bundesregierung. Und das ginge nur, wenn alle Bürger an einem Strang ziehen. Wie aus dem gestern vorgestellten Armutsbericht des Paritätischen Gesamtverbands hervorgeht, sei etwa jeder 6. Bundesbürger offenbar lieber arm als reich, so Wirtschaftsministerin Brigitte Zypris (SPD). Warum die betroffenen Bundesbürger Armut dem Reichtum vorziehen, sei laut Ministerium allerdings nicht nachvollziehbar.

Das Verhalten sei alarmierend: “Das sind bundesweit etwa 14 Millionen, die sich der Armut verschrieben haben. Wie stehen wir denn mit solchen Zahlen im Ausland da?”, fragt sich ein weiterer Vertreter der Bundesregierung, der wegen seines aufgeregten Zustands lieber nicht genannt werden möchte. Zwar nicht alle, aber jeder habe in einem kapitalistischen System die Möglichkeit, reich zu sein. „Und dazu fordern wir alle auf.“
Dass es auch in anderen Ländern viel Armut gibt, wisse man. Jedoch sei es die Sache derer Regierungen, ihren Bürgern die Armut zu verbieten.

Um ihre Forderung in die Tat umzusetzen, werden sämtliche Arbeissuchende nun gebeten, bis kommenden Montag in ein festes Beschäftigungsverhältnis einzutreten. Ebenso sei es Obdachlosen nahe gelegt, einen gültigen Mietvertrag abzuschließen und noch in diesem Monat in der zuständigen Behörde nachzuweisen.

fed; Bild [M]: SinnerSchrader/NEXT Berlin / CC BY-SA 4.0

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