Bundesregierung dankbar für Aufrichtigkeit der USA bei Ablehnung des No-Spy-Abkommens

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BERLIN/WASHINGTON · Bundesregierung und BND sind einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge von der Ehrlichkeit der US-Regierung in der Causa No-Spy-Abkommen „stark beeindruckt“. Laut der Zeitung zeigte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach dem aufrichtigen Telefonat mit US-Präsident Barack Obama „sichtlich gerührt“. Darin lehnte das amerikanische Staatsoberhaupt das geplante No-Spy-Abkommen, das sämtliche Abhörmaßnahmen durch die NSA auf deutschem Gebiet beenden sollte, zwar endgültig ab, dieses allerdings, wie es für befreundete Staaten gehört, offen, ehrlich und mit klaren Worten.

Ein Erfolg auf der ganzen Linie: In Regierungs- sowie in Kreisen des Bundesnachrichtendienstes (BND) herrscht seit Dienstagmorgen positive Stimmung. Offenbar zeige „die letztjährige harte Kritik der Bundesregierung in der Abhöraffäre endlich Wirkung“, erklärt Kanzleramtschef Peter Altmeier (CDU).
Der Grund für die Feierlaune sei das Nachgeben der Vereinigten Staaten, beziehungsweise die lang erhoffte Änderung ihres Verhaltens gegenüber der Bundesrepublik. Dieses gründe nun auf Aufrichtigkeit, Achtung und Respekt, so die Bundeskanzlerin nach dem Telefonat.
Auch in den übrigen Fraktionen herrscht Erfolgsstimmung: Bündnis 90/Die Grünen plädieren sogar für eine öffentliche Entschuldigung der Bundesregierung für die heftige USA-Kritik vom letzten Jahr. Dies lehnt Angela Merkel vorerst jedoch ab.

Satire - Online - Nachrichten - Magazinfed; Artikelbild: Alexander Kurz, CC-BY-SA 3.0

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