Black Friday: Bundesregierung genehmigt Waffenexporte zum Sonderpreis

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Berlin (dw) – Alles muss raus: Die Rabattschlacht des sogenannten Black Friday hat auch die deutsche Rüstungsindustrie erreicht. Wer bis 23:59 Uhr zuschlägt, bekommt Kampfpanzer, Sturmgewehre und andere Rüstungsgüter am heutigen Freitag bis zu 40% reduziert. Dafür hat sich laut Regierungssprecher Steffen Seibert das Wirtschaftsministerium stark gemacht.

Nur heute haben Stammkunden wie etwa Saudi-Arabien oder Qatar die Möglichkeit, 10 Leopard-2-Panzer zum Preis von 6 Kampffahrzeugen zu bekommen. Wer den Vorgänger ordert, kommt mit nur 4 Millionen Euro pro Gerät noch günstiger weg, so die Mitteilung aus dem Kanzleramt. Auch G36-Sturmgewehre sind im Nahen Osten trotz interner Kritik beliebte Produkte und heute unschlagbar preiswert zu haben.

Um die Kaufverträge schnellstmöglich abschließen zu können, hat das Wirtschaftsministerium in Absprache mit deutschen Rüstungskonzernen Bestellleitungen eingerichtet. Die Telefonisten werden dabei von Dolmetschern unterstützt und von Verkaufsprofis beraten.

Am Montag sollen wieder die regulären Preise gelten, heißt es aus dem Kanzleramt. Von der Aktion erhofft sich die Bundesregierung die Stärkung langfristiger Geschäftsbeziehungen sowie einen signifikanten Anstieg des Produktionsaufkommens, um Arbeitsplätze zu sichern. So kurz vor dem Wahljahr sei es besonders wichtig, für internen Frieden zu sorgen, so Seibert.

fed; Bild [M]: Bundesarchiv, B 145 Bild-F027417-0005 / Berretty / CC-BY-SA 3.0

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