Pool-Billard-Tipps und ungeschriebene Spielregeln

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Billard - Ratgeber

Unterwegs mit Ihren Freunden landen Sie in der Billardkneipe. Die Frauen, die sich von Ihnen aushalten lassen, sehen heute besonders gut aus. Um zu imponieren, werden kurzerhand an der Theke Getränke bestellt. Bei Ihrer geschmeidigen Rückkehr zur Gruppe fällt Ihnen allerdings ein, dass Sie überhaupt nicht wissen, wie man sich am Billardtisch verhält.

Der Tisch

Sie kommen immer früh in die Kneipe, um für den bevorstehenden Balztanz in der Disco ordentlich vorzuglühen. Deshalb dürfen Sie sich einen Tisch aussuchen. Am besten so:

  • achten Sie darauf, dass dieser an allen Seiten genügend Abstand zu Wänden und Kneipenbesuchern aufweist.
  • das grüne Tuch sollte sich nicht mit der Hand hin und her schieben lassen.
  • sitzt die Frisur heute besonders gut, wählen Sie einen Tisch in der Nähe der Damentoilette.

Der Queue

Die Wahl des richtigen Spielgeräts ist nicht so leicht.
Da Sie Ihren eigenen Queue nicht dabei haben, bedienen Sie sich im vergleichsweise eintönigen Hausarsenal. Folgende Aspekte sind zu beachten:

  • die Pommeranze (so nennt sich das Leder an der Spitze) sollte möglichst geklebt und abgerundet sein, um eine optimale Haftung zwischen Queue und Kugel zu garantieren.
  • da die Musterung der Stöcke immer gleich ausfällt – meist beige oder braun -, sollten Sie bereits zu Hause Ihre Kleidung darauf abgestimmt haben. Eine ockerfarbene Cordhose sieht gut aus und sorgt für Gesprächsstoff.
  • manchmal unterscheiden sich die Queues in ihrem Gewicht. Sollten Sie in der Stadt Feinde haben, empfiehlt sich ein schwereres Gerät

Der Aufbau

Sie spielen ausschließlich in Kneipen und Spielotheken, weshalb Ihnen nur diese eine Variante des Pool-Billards bekannt ist: 8-Ball. So bauen Sie richtig auf:

  • die hinteren Eckkugeln müssen unterschiedlicher Art sein – jeweils eine Halbe und eine Volle.
  • alle Kugeln müssen möglichst dicht an einander gepresst sein, um eine optimale Kraftübertragung des Anstoßes zu gewährleisten.
  • die Acht gehört in die Mitte.
  • das Drehen dieser schafft unnötige Zwischenräume und beeindruckt höchstens Ihren Physiklehrer.
  • das Aufbaudreieck – die sogenannte Triangel – muss vor dem Anstoß vom Tisch genommen werden.
Hält noch den Queue falsch: Anfänger

Die Kreide

Dem Kugelsatz wird immer Kreide beigefügt, die dann auf den Tischen herumliegt. Das irritiert Sie, da Sie schließlich nicht zum Malen dort sind. Folgendes klärt Sie auf:

  • die Billardkreide besteht zu über 90% aus Siliciumdioxid und sorgt durch Verschließen der Poren für eine bessere Haftung zwischen Kugel und Queue, weshalb regelmäßig gekreidet werden sollte.
  • die Farbe der Kreide entscheidet nicht über das Gelingen des Stoßes.
  • können Sie sich die Reihenfolge der Spieler nicht merken, wird mit der Kreide die Nase des jeweils nächsten markiert. Eine Durschnittsnase passt dabei genau in die Aushöhlung des Kreidewürfels.

Der Stoß

Kommen wir nun zum Kernpunkt des Ganzen. Machen Sie hierbei nur wenige Fehler, erwartet Sie ein erfolgreicher Abend.

  • die Pommeranze des Queues berührt die weiße Kugel nur einmal pro Stoß.
  • mindestens einer Ihrer Füße berührt den Boden.
  • ist Ihr Gegner an der Reihe, positionieren Sie sich am besten in seinem Sichtfeld und machen auffällige Bewegungen. Das irritiert ihn nicht nur, sondern lenkt auch die allgemeine Aufmerksamkeit auf Sie.
  • möchten Sie diesen Trick mehrfach an einem Abend anwenden, vergewissern Sie sich vorher am besten, einen schweren Queue ausgesucht zu haben.
Haben Sie noch Fragen zum Ablauf des Billardspiels oder Anregungen, wie man es besser macht, so teilen Sie es uns mit.

Im nächsten Ratgeber geht es darum, wie man aus einer Mücke einen Elefanten macht.

Gut Stoß!

  Satire - Online - Nachrichten - Magazinfed; Artikelbild: © publicDomain 

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