Flughafen BER: Fertigstellung eines für den Bau notwendigen Baukrans auf 2014 verschoben

Von am 7. Januar, 2013

Bereits seit Jahren wird der Fertigstellungstermin des Flughafens Berlin Brandenburg (BER) noch weiter gereicht als eine Zigarette in den Siebzigern. Neben möglichen Ursachen werden nun auch Forderungen nach vergeltenden Rücktritten laut – BERLIN

Eine Berliner Weisheit aus dem Baugewerbe besagt: “Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht – auch wenn er ´nen Termin verspricht“. Bereits seit Mitte des Jahres 2012 warten verärgerte Fluggäste auf die Fertigstellung des Flughafens oder zumindest des Teils einer Wartehalle mit dem dazugehörigen Kaffeeautomaten.

Leider war es bisher stets notwendig, den veranschlagten Termin zu verschieben, was auf multiple Ursachen zurückzuführen ist. Dabei reichen die Vermutungen von einem für die Fertigstellung notwendigen Tempus des Futur III bis hin zu einer These, die Saddam Hussein für den Umstand verantwortlich zeichnet.

Erst die kürzliche Absage des für Oktober 2013 geplanten Eröffnungstermins offerierte das gesamte Potenzial baulicher Misere: der wohl bedeutendste Hinderungsgrund ist so banal wie effektiv: ein speziell für den Flughafenbau benötigter Baukran – in Fachkreisen auch Baucrane genannt – sei noch nicht fertiggestellt, was einen folgenschweren Schweif hinter sich ziehe. So würden bereits erste Flugbuchungen storniert oder zumindest flächendeckend reklamiert, was aufgrund fehlendes Flughafens insbesondere Außendienstmitarbeiter und somit auch deren Familien belaste.

Zudem heißt es aus internen Kreisen, bislang  seien noch nicht alle Beteiligten aus den Bau- sowie Pannenkosten, die zum größten Teil aus bundesweiten Einnahmen finanziert werden, ausreichend versorgt. Fairness gehe nun mal vor, beteuern Gesellschafter. So formiert sich ein dynamischer Schneeball aus Vermutungen, Gerüchten und Meldungen über Verursacher des Problems, die keine Pressestelle kalt lassen kann.

Natürlich bleibt auch der amtierende Bürgermeister Klaus Wowereit nicht unkritisiert. Doch habe der aktuelle Sachverhalt entgegen der Hoffnungen aus dem Springer-Verlag weder mit seiner sexuellen Orientierung noch seiner Frau zu tun, weshalb sich das selbstdeklarierte Medium zunächst wieder auf das ehemalige Ehepaar Wulff fokussiert.

Die Pannenserie des noch nicht existenten Flughafens beschäftigt derweil sogar ausländische Hirne. Die Überlegung des türkischen Militärs, Luftwaffenbasen von deutschen Kräften errichten zu lassen, dürfte somit auch erloschen sein – man vertraue dem einzig zuverlässigen Segment aus Berlin – dem Waffenexport, äußerte sich der türkische Ministerpräsident Erdogan nachdenklich, während er seine persönliche Patriot-Rakete umarmte.

fed; Artikelbild: © Yu Ming, CC BY-SA 3.0

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