Beate Zschäpe bestellt Popcorn in den Gerichtssaal

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Zschäpe - NSU - Prozess - Fehler - Satire
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Legal bestellt: Nazi-Popcorn

Nach mittlerweile unzähligen Pannen, Peinlichkeiten und deren Wiederholungen hat die eigentliche Protagonistin der Gerichtsshow Beate Zschäpe genug von der Warterei und macht das Beste aus der Misere. Sie bestellt eine Tüte Popcorn.
MÜNCHEN|ndw

[dropcap]S[/dropcap]ie kennt dieses Verhalten nur aus den Medien, wenn sich unbeteiligte Dritte in den Vordergrund drängen, um von ihrem und dem Kuchen der Angehörigen zu naschen. Also vermutet sie auch dieses Mal jene dahinter.

Beate Zschäpe darf aktuell zwar nicht fernsehen, doch ist das Bestellen von Popcorn durch eine Gesetzeslücke in der Untersuchungshaft möglich. „Die Show ist der Wahnsinn! Erst wurde der MDR in der falschen Kategorie gezogen und darf jetzt nur noch Radio machen, dann die Vertreter vom WDR in den Pool geworfen, weil sie nicht auf die ARD gehört haben oder so„, erzählt die leicht irritierte Angeklagte aufgeregt und rechnet am kommenden Montag mit einer Fortsetzung des Theaters.

Mittlerweile bekundet sogar Poptitan und studierter Juror Dieter Bohlen sein Interesse an dem neu ausgeschriebenen Platz. Dieser wurde nämlich von einem freien Journalisten in einer freien Entscheidung zur freien Verfügung gestellt und wird nun verhandelt. „Wenn ich ein Mädchen sehe und sie ist nun mal einundzwanzig, dann ist das eben so… was? Warum für die Platzvergabe? Ach so. Ich finde, das war bisher großes Tennis und vielleicht finde ich da das ein´ oder andere mediale Talent, das sich vermarkten lässt„, erklärt Bohlen den Versuch seiner Partizipation.

Hat man aber neue Maßstäbe gesetzt, müssen diese gehalten werden. So beabsichtigt die Verteidigung, am kommenden Montag mit der Verteidigung zwischendurch die Plätze zu tauschen, um das Unterhaltungsniveau aufrecht zu erhalten.

fed; Artikelbild: © cyclonebill, CC BY-SA 2.0

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