Verzögerung im NSU-Prozess: Beate Zschäpe sichtlich gealtert

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NSU-Morde-München-Gericht-Satire
Sieht als aus: Beate Zschäpe
Sieht alt aus: Beate Zschäpe

In München beginnt der Prozess gegen Beate Zschäpe und ihre Komplizen, um gleich mehrere Fliegen mit einem Richterhammer zu schlagen. Zschäpe, die mit verschränkten Armen den Gerichtssaal betritt, sieht mittlerweile alt aus.
MÜNCHEN|ndw

[dropcap]K[/dropcap]urz vor zehn Uhr bayerischer Zeit betritt die Hauptangeklagte  im NSU-Prozess Beate Zschäpe mit verschränkten Armen sowie Gedanken den Gerichtssaal A101 und wendet den ausgewählten Pressevertretern unverzüglich den Rücken zu. „Sie trug eine blutrote Bluse und einen Blazer aus Babyleder„, werden manche von ihnen später erzählen.

Eineinhalb Jahre sind seit der Festnahme vergangen und nichts ist mehr so wie vorher. „Jahre in Untersuchungshaft sind wie Hundejahre„, erklären Zschäpes Anwälte und begründen somit den übertriebenen Alterungsprozess ihrer Mandantin. Eine Kombination aus Stress, den Verzögerungen bei der Platzvergabe und billige Kosmetikprodukte seien für dieses Phänomen verantwortlich, so die Rechtsverteidiger.

Das Beweisfoto zeigt die achtunddreißigjährige Beate Z. kurz vor ihrer Überführung in den Gerichtssaal. Von Steinmauern umgeben wartet sie sichtlich gealtert neben ihrer selbst gezüchteten Topfplanze „Spreewald“ auf die baldige Schuldsprechung.

Die wahren Leidtragenden sind aber die Gerichtszeichner. Diese haben nämlich nur schwarze Stifte dabei. „Peinlich, aber anhand der Fotos im Vorfeld dachten wir, B. Zschäpe sei monochrom„, begründen sie ihre Entscheidung.

fed; Artikelbild: © Miles.18, CC BY-NC 2.0, NichtDieWelt

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