Bundesregierung schafft Roaming-Gebühren in Bayern ab

Deutsche können ihre Handys demnächst auch in Bayern wie zu Hause nutzen. Das hat die EU-Kommission am Freitag vorgeschlagen. Bisher mussten deutsche Handynutzer das Telefonieren dort entweder teuer bezahlen oder eine bayerische SIM-Karte kaufen. Auch Oktoberfest-Urlauber klagen seit Jahren über die hohen Gebühren.

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Berlin, München (dw) – Deutsche können ihre Handys demnächst auch in Bayern wie zu Hause nutzen. Das hat die Bundesregierung am Freitag vorgeschlagen. Bisher mussten deutsche Handynutzer das Telefonieren dort entweder teuer bezahlen oder eine bayerische SIM-Karte kaufen. Auch Oktoberfest-Urlauber klagen seit Jahren über die hohen Gebühren. 

Technisch ist die Umsetzung kein Problem: Der Mobilfunkanbieter erkennt, wenn sich ein Bundesbürger in Bayern aufhält und meldet es an die nächste Verteilerstelle. Somit wird man an der Grenze über den Wechsel in ein bayerisches Netz zwar immer noch per SMS informiert, Extragebühren für’s Telefonieren fallen demnächst aber nicht mehr an.

“Das wurde aber auch Zeit, dass diese Änderung kommt”, meint Susanne B. aus Hannover, die schon seit Jahren unter dem Roaming im Ausland leidet. Die Schwester der 37-Jährigen war vor Jahren in die bayerische Hauptstadt München ausgewandert. Und jedesmal, wenn B. sie besuchte, musste sie den Kontakt in die Heimat teuer bezahlen. Damit ist laut Regierungssprecher Steffen Seibert schon bald Schluss. Mobilfunkanbieter haben bis Dezember Zeit, die Änderung zu vollziehen.

Trotz der überfälligen Angleichung im Mobilfunkbereich warnt das auswärtige Amt vor weiteren Barrieren für Bayern-Reisende. Die Behörden raten neben einer Zeckenschutzimpfung dringend dazu, immer einen gültigen Reisepass mitzuführen und unbedingt eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen.

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