Nationale Armutskonferenz: Rösler kritisiert Armut und lobt Reichtum

Von am 18. Dezember, 2012

Einem Bericht der Nationalen Armutskonferenz (NAK) zufolge soll Wirtschaftsminister Rösler die Armut in Deutschland sachgerecht bemängelt haben.

BERLIN ndw – „Armut ist keine Schande, aber das ist ungefähr alles, was man Gutes über sie sagen kann.“ R.M.Tucker
Das meint auch der amtierende Bundeswirtschaftsminister und FDP-Fan Philipp Rösler, indem er die vorherrschende Armut in einer¹ seiner hochfrequenten Ansprachen scharf kritisiert:

Herr Präsident, liebe Mitstreiter, sehr verehrte Damen und Herren, vor allem: liebe Reiche,
wie Sie vielleicht aus dem Fernsehen oder Erzählungen Dritter wissen, gibt es viel Armut in Deutschland. Nun, wo kommt sie her und was will man damit bezwecken? Seit über einem Jahr bekleide ich den mir anvertrauten Posten des Wirtschaftsministers, der mich im Gegenzug ebenfalls kleidet. Was habe ich in dieser Zeit gelernt? Zunächst einmal sei erwähnt, dass ich vor Antritt der Aufgabe davon ausgegangen war, es handele sich dabei um eine Wirtschaft, wie man sie von der Fußgängerzone kennt – mit Brezel und Bier. Dem ist aber nicht so – ich muss gucken, dass sämtliche Wirtschaftsvertreter zufrieden sind und überhaupt.

Aber zurück zum Wesentlichen. Armut – was ist das? Ein orientalisches Gewürz? (Saal lacht) Nein, meine verehrten Damen und Herren – Armut ist mehr als das. Armutige Männer, Frauen und – ja, sogar – Kinder leben auf der Stra.. (Zuruf des Assistenten: Das Adjektiv dazu heißt “arm”). Was? Danke. Arme Männer, Frauen und Kinder tragen angeblich Zeitungen aus, sammeln Flaschen und füllen sogenannte Obdachlosenheime.
Ich aber sage – so geht es nicht weiter! Was denken sie sich eigentlich dabei? Schluss mit Hartz IV! Schluss mit dem Unfug der Armen! Mehr Stellen im Mindeslohnsektor! Wir müssen die peinliche Armut bekämpfen, meine Damen und Herren! Und dafür setze ich mich ein. Spenden Sie mir, damit ich noch mehr solcher Reden schreiben kann!

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Im Anschluss der Ansprache war es uns möglich, dem Publikumsliebling noch weitere, spezifische Informationen zu entlocken. So müsse man sich laut Rösler über Altersarmut im Besonderen gar keine Sorgen machen. Zumindest nicht, solange man noch jung ist.
¹Eine hypothetische Rede. Könnte so oder so ähnlich stattgefunden haben.

  fed; Artikelbild: © Michael Kopatz /pixelio.de 

Sie sind reich?
Dann folgen Sie uns bitte
+ weder bei Twitter
+ noch auf Facebook oder Google+
+ und erst recht nicht im Newsreader

banner