Wegen Apfel auf Verpackung: Safthersteller von Apple auf 6 Mio US-Dollar verklagt

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Cupertino (dwp) – Erst Samsung, jetzt Treehaus: Der kalifornische Elektronikgigant Apple hat am Montag gegen einen regionalen Apfelsaftproduzenten Klage eingereicht, weil dieser auf seinen Produkten mit einem Apfel wirbt. Der Apfel, so Apple, sei jedoch bereits seit vielen Jahren das Erkennungsmerkmal der eigenen Firma.

Auch der eingetragene Markenname „Apple“, den der verklagte Apfelsaft-Hersteller schamlos auf seiner Verpackung verwendet, sei laut Apple-Anwälten ein klarer Verstoß gegen das Urheberrecht. Apple-CEO Tim Cook fühlt sich von der Saftfirma klar provoziert: “Warum müssen sie auch – wenn auch in leicht abgeänderter Form – unser Logo auf ihren Apfelsaft drucken? Es gibt so viele andere Dinge auf dieser Welt, die man für neue Produkte noch verwenden kann.”

Das kalifornische Supreme-Court hat sich des Falls bereits angenommen. Bis zur endgültigen Klärung muss Treehouse die Saftbezeichnung sowie den Apfel auf den Saft-Verpackungen schwärzen. Nach einer für Apple erfolgreichen Verhandlung müsse der Apfelsafthersteller zudem einen anderen Gegenstand für seine Reklame verwenden. Laut Apple-Anwälten seien etwa Birnen oder Zitronen absolut unproblematisch, um für den Apfelsaft der Firma Treehouse zu werben.

Um die dadurch entstandenen Verluste aufzufangen, plant das junge Unternehmen, eine zweite Saftsorte einzuführen. Mit dem hauseigenen Brombeersaft (engl. „Blackberry Juice“) habe Treehouse – so die Hoffnung – keinerlei Streitigkeiten mit Großkonzernen zu befürchten.

fed; Bild: © studioworkstock – Fotolia.com

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