ALDI-Kokain nur von minderwertiger Qualität

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BERLIN · ALDI muss sich derzeit für schlechte Produkte verantworten. Das am Dienstag in mehreren Filialen in Berlin und Brandenburg sicher gestellte Kokain sei laut Drogenexperten vermutlich mit Backpulver gestreckte B-Ware aus Afghanistan. Der Discounter bangt nun um seinen guten Ruf.

Am Dienstag Morgen bestätigten Berliner Behörden gleich in mehreren ALDI-Filialen den potentiellen Verkauf von qualitativ minderwertigem Kokain. Dabei seien insgesamt über 100 Kilogramm der „gestreckten Ware“ fälschlicher Weise in der Bio-Abteilung platziert worden, um den Kunden vorsätzlich zu täuschen, meint Hauptkommissar Bernd Seitzer, der den Fall untersucht. „Das prekäre daran ist die unterirdische Qualität des Pulvers, die in dieser Konstellation nicht selten zu gesundheitlichen Schäden führt“, so Seitzer gegenüber der Weltpresse.

Auch wenn die Filialleitung mittlerweile bestreitet, die schlechte Ware für den Verkauf bereitet zu haben, haben die Beamten keinerlei Zweifel an deren Vorsatz: „Das gehört mir nicht! Ich wollte es gar nicht verkaufen!“, sei laut Seitzer nur eine kleine Auswahl „typischer Dealerausreden“, wenn sie mit minderwertigen Produkten erwischt werden.
Doch auch in diesem Fall gehen die Meinungen auseinander: „Das Prinzip einer Discounters sind doch die billigen Preise“, verteidigt ein anonymer Kunde einen der betroffenen Märkte in Berlin-Spandau. „Wer Qualität will, geht eben woanders einkaufen.“ Mit dieser Meinung steht er nicht alleine da. Aus Gründen der besonderen Dringlichkeit soll deshalb noch in dieser Woche über den Verbleib der Millionenware entschieden werden. Eines sei laut Polizeidirektion aber jetzt bereits sicher: ALDI drohe mindestens eine Umetikettierung des Kokains und die damit verbundene Auslagerung aus dem Bio-Regal.

Satire - Online - Nachrichten - Magazinfed; Artikelbild: Onderwijsgek, CC-BY-SA 3.0

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