Afghanistan: Truppen-Verkleinerung nach Raketen-Einschlag

Von am 18. November, 2012

Zahl der in Afghanistan stationierten deutschen Soldaten ist nach einem hinterhältigen Raketenangriff Ende vergangenen Jahres drastisch gesunken.

KABUL/AFGHANISTAN/IRGENDWAS MIT OSTEN bzs – Außenminister Guido Westerwelle (FDP) und Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hatten unabhängig von einander schon lange vor, im gefährlichen Ausland deutsche Truppen zu reduzieren.
Eine Silvester-Rakete – vermutlich von Mitgliedern der Hamas gezündet – nahm ihnen diese Aufgabe ab.

31. Dezember. Silvesternacht. Wachsoldaten reinigen gegenseitig ihre Waffen. Schlafsoldaten schlafen.
Plötzlich ertönt ein Zischen. Kurz darauf hört man eine laute Explosion. Baaam. Etwa so, als würde eine betrunkene Ziege umfallen, werden Überlebende später berichten.

Von ursprünglich 4.760 Bundeswehr-Soldaten bleiben den Afghanistan-Truppen bloß 4.758 erhalten, da sich bei diesem Vorfall zwei Obergefreite ganz schlimm erschreckten und eine nachträgliche Ausmusterung beantragten.

Nun müssen lediglich 1.458 Soldaten von ihren Auslandsposten abgezogen werden, um das nötige bürokratische Pensum zu befriedigen. Kein Problem, meint der Verteidigungsminister. Das nächste Silvester kommt bestimmt.

[ratings]

fed; Foto: © isafMedia, CC BY 2.0

banner