Ex-ADAC-Präsident Meyer kündigt eigene Plus-Mitgliedschaft

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MÜNCHEN · Der ehemalige ADAC-Präsident Peter Meyer tritt laut dem Münchner Anzeiger aus dem Allgemeinen Deutschen Automobil-Club aus. Wie die Zeitung berichtet, wolle das einstige „treue Plus-Mitglied“ und Ex-Präsident des Vereins mit einer „solch skandalösen Organisation“ nichts zu tun haben. Einige Stunden zuvor hatte Meyer sein Amt als ADAC-Präsident mit sofortiger Wirkung niedergelegt.

Frisierte Stimmzahlen, „protzige Hochhäuser“, Diensthubschrauber – für all das musste sich der ADAC in den vergangenen Wochen verantworten. Die Folge sind ein Prüfbericht und hohe Austrittszahlen. Unter ihnen auch der ehemalige Präsident des Vereins und „langjähriges, einst zufriedenes Plus-Mitglied“ Peter Meyer. Sein Austritt aus dem Automobil-Club erfolgte ausgerechnet an dem Tag, an dem auch der ADAC-Präsident Peter Meyer zurücktrat. Dieser wollte nach Angaben gegenüber der Tagesschau „nicht länger der Hauptverantwortliche für die Misere“ sein.

Noch vergangene Woche beteuerte Meyer, bis zu seinem Lebensende Mitglied im Automobil-Club zu bleiben. Komme, was wolle. Doch „die Häufung der Schreckensnachrichten“ überraschte selbst ihn: „Ich möchte nicht länger in einem Skandalverein geführt werden, der selbst von seinem Präsidenten im Stich gelassen wird. Dafür ist mir der Jahresbeitrag von 84 Euro zu schade“, gesteht Meyer gegenüber der Presse.
Ob und nach welchem Alternativ-Club er sich umschauen wird, wollte Meyer noch nicht verraten. Bis es so weit ist, wolle er einfach versuchen, so wenige Pannen wie möglich zu haben.

Satire - Online - Nachrichten - Magazinfed; Artikelbild: © Raimond SpekkingCC-BY-SA-3.0 (via Wikimedia Commons)

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